CDP (12 Feb 1996) Command Line CD Player CDP NAME: CDP - Kommandozeilen Audio-CD Player SYNOPSIS: cdp [{option | kommando}] DESCRIPTION: cdp ist ein kommandozeilenorientierter Audio-CD Spieler, welcher auf die Dienste von MSCDEX verzichtet und nicht resident im Speicher verbleibt (kein TSR). MSCDEX nicht zu berücksichtigen spart circa 16KB Speicher, erfordert aber auch etwas mehr Unterstützung bei der Installation durch den Nutzer. Auch bedeutet das, daß jetzt zwar Audiospuren abgespielt werden können, jedoch nicht auf die Datenspuren zugegriffen werden kann. Ist MSCDEX geladen, funktioniert cdp trotzdem. cdp verbleibt nach Programmende nicht im Speicher. Das spart Speicher und Rechenzeit, doch konnten Funktion wie: zufälliges Abspielen und endloses Abspielen deshalb nicht implementiert werden. Alle Optionen und Kommandos werden von links nach rechts abgearbeitet. Vergleiche hierzu die Sektion EXAMPLES. Falls kein Kommando angegeben wurde, wird in Abhängigkeit vom Dateinamen ein Standardkommando ausgeführt. Vergleiche hierzu Sektion DEFAULT ACTION. Bevor ein Kommandozeilenargument ausgewertet wird, wird der Inhalt der Umgebungsvariablen "SKAUS18A" gelesen. Deren Inhalt wird genauso interpretiert, als wäre er Teil der Kommandozeile, außer daß alle Argumente, welche keine Option darstellen, ignoriert werden. Wurde zum Beispiel die Umgebungsvariable durch "SET SKAUS18A= /D:NECD001 /U:2 play" gesetzt, verhalten sich alle weiteren Aufrufe von cdp so, als ob "/D:NECD001" und "/U:2" als die ersten zwei Argumente angegeben wären. Das Kommando "play" wird ignoriert. Unbekannte Optionen lösen einen Fehler aus. OPTIONS: /? and /h Ausgabe eines Hilfebildschirms (auf Englisch). /D:name Device name. Verwendung von name als Treibernamen, um mit dem CD-ROM Treiber zu kommunizieren. Dies ist in den meisten Fällen derselbe Name, wie in der gleichnamigen Option Ihres CD-ROM Treibers bzw. von MSCDEX. Falls nicht durch den Aufruf von CD_INST geändert, ist der Standardname: MSCD001. -1- CDP (12 Feb 1996) Command Line CD Player CDP /D Setzt den Treibernamen auf den Standardnamen zurück. /U:# Unit number. Verwendung der Einheit # als Subunit des CD-ROM Gerätes. Falls nicht durch den Aufruf von CD_INST geändert, ist der Standardwert: 0. /U Setzt die Einheitennummer wieder auf den Standard zurück. /[+-]A Auto-Unlock. Falls das '+' Zeichen angegeben ist, wird Auto-Unlock aktiviert. Falls das '-' Zeichen angegeben ist, wird Auto-Unlock deaktiviert. Ansonsten wird der aktuelle Zustand umgeschalten. Falls nicht durch den Aufruf von CD_INST geändert, ist der Standardzustand: deaktiviert. CD-ROM Geräte mit Schlitten erlauben das automatische Öffnen und Schließen des Schlittens. Um Problemen zu vermeiden, die aus dem Öffnen der Tür zu einem schlechten Zeitpunkt resultieren, ist es möglich, das Öffnen zu verhindern (der Schlitten wird gelockt). Ist Auto-Unlock aktiv, wird dieser Schutz automatisch zurückgesetzt, wenn der Schlitten geöffnet werden soll, anderenfalls wird eine Fehlermeldung ausgegeben. /V Anzeige der Versionsinformation, dann Programm beenden. COMMANDS: Jedes Kommando kann bis zu den Zeichen links von der schließenden Klammer abgekürzt werden. Groß- und Kleinschreibung wird ignoriert. Falls ein Kommando eine geschlossene Tür zu seiner Ausführung erwartet, ist der Schlitten jedoch offen, wird automatisch ein "close" Komamndo ausgeführt. e)ject Öffnet den Schlitten. Ist der Schlitten gesichert (gelockt), und ist Auto-Unlock deaktiviert, wird ein Fehler ausgelöst. Nicht alle CD-ROM Laufwerke unterstützen dieses Kommando. c)lose Schliessen des Schlittens und Initialisierung des CD-ROM Treibers. Diese Prozedur stoppt ebenfalls die Audiowidergabe. Nicht alle CD-ROM Laufwerke unterstützen dieses Kommando. s)tatus Anzeige des Status des CD-ROM Treibers. Hierbei werden mehr oder weniger nützliche Informationen ausgegeben. sto)p Dieses Kommando ist identisch zu close. l)ock Lock door. Schlitten sichern. Nicht alle CD-ROM Laufwerke unterstützen dieses Kommando. u)nlock Unlock door. Schlitten entsichern. Nicht alle CD-ROM Laufwerke unterstützen dieses Kommando. -2- CDP (12 Feb 1996) Command Line CD Player CDP t)racks Anzeige der Übersicht aller Spuren der CD. Die folgenden Informationen werden angezeigt: Tracks: 1 - 17 Size: 55 min 34 sec 15 frames UPC/EAN: ?????????????? Trk start length track Cpy Aud Pre N§ Mn Sc Fm Mn Sc Fm type Pro Chn Emp 001 00 02 00 14 36 55 data yes 2 no 002 14 38 55 03 36 16 audio yes 2 no Zeile 1 zeigt die Anzahl der Spuren auf der CD an. Zeile 2 gibt die Gesamtgröße der CD an. Zeile 3 stellt den UPC/EAN code dar. Dieser Code soll eine CD Reihe identifizieren, jedoch haben derzeit nur wenige CDs einen solchen Code. Zeilen 4 und 5 beinhalten den Kopf und ab Zeile 6 wird der Tabellenkörper angezeigt. Jeder Spur wird hierbei eine Zeile zugeordnet und folgende Information angezeigt (von links nach rechts): 1) Spurnummer, 2) Spurstart Minute, Sekunde, Frame, 3) Spurlänge Minute, Sekunde, Frame, 4) Daten- oder Audiospur, 5) kopiergeschützt ja/nein, 6) Anzahl von Audiokanälen, und 7) Preemphasis ja/nein. Achtung: cdp hat keinen eingebauten Pager, so daß bei großen CDs Zeilen aus dem Bildschirm geschoben werden. Durch die Eingabeumlenkung in das Programm more kann das behoben werden, zum Beispiel: "cdp tracks | more". p)lay Play audio tracks. Audiospuren abspielen. Ein zusätzliches Argument teilt cdp mit, welche Spuren gespielt werden sollen: # nur Spur Nummer # spielen. #- alle Spuren, beginnend mit Nummer #, spielen #-# die Spuren von # bis # abspielen. Ohne dieses Argument wird "1-" angenommen, was einem Abspielen der gesamten CD gleichkommt. Zwischen dem Bindestrich und der Nummer sind keine Leerzeichen erlaubt! Falls eine Spurnummer eine Datenspur oder eine nicht existente Spur angibt, wird diese Spur übersprungen, ohne daß eine Fehlermeldung ausgegeben wird. Nachdem die Audiowidergabe gestartet wurde, wird mit der Meldung "CDP: Playing tracks #-#." darüber informiert, welche Spuren tatsächlich gespielt werden. i)splaying Test, ob zur Zeit die Audiowidergabe aktiv ist. Falls NICHT, wird Test, if audio is playing. If audio is NOT playing, cdp mit der Fehlernummer (Exit code, errorlevel) 100 beendet. Ansonsten wird ganz normal mit dem nächsten Kommando fortgesetzt. Dieses Kommando kann eingesetzt werden, um herauszubekommen, ob die -3- CDP (12 Feb 1996) Command Line CD Player CDP Audiowidergabe gerade aktiv ist oder nicht. n)otplaying Das ist das Gegenstück zu isplaying. Es beendet cdp, FALLS die Audiowidergabe aktiv ist. DEFAULT ACTION: Ist kein Kommando auf der Kommandozeile angegeben, wird ein Standardkommando ausgeführt. Dieses hängt vom Namen der gestarteten Datei ab. Beginnt der Name mit: EJECT CLOSE wird das gleichnamige Kommando ausgeführt, ansonsten "PLAY". KNOWN BUGS: o Die Fehlerbehandlung ist rudimentär. Eine Meldung wie "Error 10" deutet darauf hin, daß der CD-ROM Treiber eine Aktion nicht ausführen konnte, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt ausführbar sein muß. Das kann verschiedene Ursachen habe, zum Beispiel: a) der CD-ROM Tribername oder die Unitnummer sind falsch (vergleiche die Optionen /D: und /U:), b) die CD-ROM wird gerade als Daten-CD genutzt, oder c) das CD-ROM Laufwerk ist gerade mit der Ausführung eines Kommandos beschäftigt, ohne den Treiber davon in Kenntnis zu setzen, zum Beispiel während des manuellen Öffnens und Schließens des Schlittens. EXAMPLES: cdp Startet die Audiowidergabe der gesamten CD. Alle Datenspuren werden ignoriert, der Schlitten wird bei Bedarf automatisch geschlossen. ejectcd Öffnen des Schlittens. Das setzt voraus, daß die ausführbare Datei in "EJECTCD.COM" umbenannt oder kopiert wurde, zum Beispiel mit "REN CDP.COM EJECTCD.COM" oder "COPY CDP.COM EJECTCD.COM". ejectcd 10- Spielt alle Audiospuren, beginnend mit der Spur 10, ab. cdp /d:opt /u:3 e /d 4 Öffnet den Schlitten des Geräts Nummer 3 des Treibers "OPT", danach Starten der Audiowidergabe der Spur 4 des Geräts Nummer 3 des Standardtreibers. cdp isplaying Die Batchdatei: -4- CDP (12 Feb 1996) Command Line CD Player CDP @echo off cdp i if not errorlevel 1 goto isPlaying if errorlevel 100 if not errorlevel 101 goto notPlaying echo Ein Fehler ist aufgetreten. goto end :notPlaying echo Audiowidergabe nicht aktiv. goto end :isPlaying echo Audiowidergabe aktiv. :end stellt fest, ab gerade die Audiowidergabe aktiv ist, oder nicht, und gibt eine dementsprechende Meldung aus. cdp isplaying stop Falls die Audiowidergabe aktiv ist, wird diese gestoppt. Ansonsten werden keine Änderungen vorgenommen. Würde das Kommando "stop" allein angegeben, würde auf jeden Fall der Schlitten geschlossen und das Treiber neu initialisiert werden. ERRORLEVELS: Die folgenden Fehlernummern (Exit Code, Errorlevel) haben eine spezielle Bedeutung: 0 Kein Fehler. 127 Hilfebildschirm angezeigt. 100 Die Kommandos "isplaying" und "notplaying" habe einen gegensätzlichen Zustand vorgefunden. ansonsten Ein Fehler ist aufgetreten. CONTRIBUTERS: e-mail: Steffen.Kaiser@FH-Rhein-Sieg.DE -5-